Wie entlarvt man Klima-Unsinn in rechtsalternativen Medien?

Luis Paulitsch im Podcast von „Übermedien“

Rechtsalternative Portale wie der „Deutschland-Kurier“ oder „Tichys Einblick“ verbreiten seit einigen Jahren verstärkt Klimaskepsis und Klima-Desinformationen, die über soziale Medien sehr viele Menschen erreichen. Dadurch entsteht eine Art Parallelwelt mit klimaskeptischen Portalen, die immer die gleichen unseriösen Experten zitieren oder Studien verzerrend und selektiv wiedergeben.

Unser Mitarbeiter Luis Paulitsch war erneut zu Gast im Podcast des medienkritischen Portals ÜBERMEDIEN. Paulitsch spricht über seine neue Publikation „Klimaskepsis durch „Alternativmedien“? Strategien und Muster in der Klimaberichterstattung rechter Gegenöffentlichkeiten“ in der Fachzeitschrift Journalistik 2/2026. Darin untersucht er Klima-Beiträge von rechtsalternativen Medien, zu denen einschlägige Redaktionen Faktenchecks veröffentlicht haben, etwa zu Texten mit falschen Behauptungen über Solarstrom oder angebliche Dürren durch Windparks. Das Problem: Nicht alle Beiträge seien offensichtliche Falschmeldungen.

„Was wir immer beobachten können – und das macht Klima-Desinformation auch so effektiv – ist, dass nicht einfach eine plumpe Falschmeldung ohne Quellen gebracht wird. Sondern sehr häufig beruft man sich auf ein vermeintliches Forschungsinstitut. Und wenn man sich aber dann diese Studien ansieht, sieht man, dass das sehr häufig Paper sind, die auf keinerlei wissenschaftlichen Standards beruhen.“ Für die Nutzer:innen ist das oft schwer zu erkennen. Besonders dann, wenn zwar Studien seriöser Forschungsinstitute etwa aus China zitiert werden – nur eben falsch.

Wie kann man die Strategien rechtsalternativer Medien entlarven? Welcher Lobby-Verein taucht immer wieder in klimaskeptischen Beiträgen auf? Und was könnte auch der Klimajournalismus etablierter Medien besser machen? Darüber sprechen Holger Klein und Luis Paulitsch in der neuen Folge „Holger ruft an…“. Das ganze Gespräch findet ihr hier.