Die liberale Demokratie in Europa steht unter Druck, das ist längst keine leere Phrase mehr. Zu Recht ist vielfach von einer „Demokratiekrise“ die Rede, und diese Krise hat viele Gesichter. Eines davon ist die Verfasstheit der Medieninfrastruktur und des Journalismus, um die es als wesentliche Säule einer aufgeklärten Gesellschaft derzeit schlecht bestellt scheint.

Die DATUM STIFTUNG für Journalismus und Demokratie leistet ganz konkrete und zielgerichtete Beiträge, um Qualität und Unabhängigkeit des Journalismus und damit seine Abwehrkräfte gegenüber autoritären Tendenzen zu stärken und verfolgt dabei eine systemische Herangehensweise. Sie hilft somit, eine Lücke zu schließen, die in den kommenden Jahren weder durch den Markt noch durch den Staat gefüllt werden kann.

Staatliche Medienförderungen sind nur bedingt dazu geeignet, den unabhängigen Journalismus nachhaltig abzusichern. Einerseits können sie eine Abhängigkeit von der Politik erzeugen und andererseits bewirken sie in der gelebten Praxis eine Marktverzerrung zugunsten des Boulevardjournalismus. Gleichzeitig hat es ernsthafter und sorgfältiger Journalismus in der Arena des digitalen Marktes besonders schwer, weil die Algorithmen der sozialen Netzwerke dazu führen, dass Inhalte, die Empörung und Polarisierung erzeugen, vorrangig verbreitet werden. Das spaltet die Gesellschaft und schadet dem demokratischen Gefüge.

Die DATUM STIFTUNG ist angesichts dieses Staats- und Marktversagens eine notwendige zivilgesellschaftliche Intervention am Medienmarkt, damit Journalistinnen und Journalisten auch weiterhin ihre demokratie- und gesellschaftspolitisch essenzielle Funktion wahrnehmen können. Denn eine wehrhafte Demokratie braucht einen wehrhaften Journalismus.